top Nationalparks im Westen der USA
USA

Nationalparks USA – das sind unsere top 3 im Westen der USA

Atemberaubende Canyon-Landschaften, Straßen bis zum Horizont und Backofen-Hitze im Death Valley. Wir sind 2 Monate mit unserem Van durch den „wilden“ Westen der USA getingelt. Dabei haben wir uns besonders in die atemberaubenden Nationalparks des Südwestens verliebt.

In diesem Artikel nehmen wir dich mit in unsere top 3 Nationalparks im Westen der USA. Du erfährst, was sie so besonders macht und was du dort alles unternehmen kannst.
Mach dich gefasst auf Naturabenteuer in einer Landschaft, die nicht von dieser Welt scheint.

Lies in diesem Blog-Beitrag
Zion Nationalpark in Utah
Bryce Canyon Nationalpark in Utah
Grand Canyon in Arizona

Unsere top 3 Nationalparks im Westen der USA – Zion, Bryce und der Grand Canyon

Zion Nationalpark in Utah – ein Paradies für Abenteurer

Der Zion Nationalpark im Westen der USA war einer unserer Favoriten

Unser erster Eindruck: GIGANTISCH. Allein der Name „Zion“ spricht für sich.

Als wir durch den kleinen Ort Springdale fuhren und zum ersten Mal auf die Felswände und Berge blickten, waren wir einfach beeindruckt. Der Virgin-River zieht sich durch das Tal und links und rechts erheben sich massive Berge.

Neben der Landschaft hat uns der Zion Nationalpark besonders wegen der vielen Möglichkeiten an Outdoor-Aktivitäten gefallen.

Wer auf sportliche Aktivitäten in atemberaubender Natur steht, der ist hier goldrichtig. Das macht es für uns zu einem top Nationalpark im Westen der USA.

Der Zion Nationalpark ist einer der meist besuchten Parks im Südwesten. Trotzdem gibt es immer noch die Möglichkeit, den Massen auszuweichen. Wie genau, das erklären wir dir weiter unten.

Anfahrt – wie kommst du zum Zion Nationalpark?

Der Zion Nationalpark liegt im Bundesstaat Utah und ist ca. 260 KM von Las Vegas und ca. 500 KM von Salt Lake City entfernt.

Anfahrt zum Zion Nationalpark aus dem Westen:

Aus westlicher Richtung kommend, fährst du über die Stadt Springdale. Dies ist eine kleine Stadt mit vielen Tourenanbietern, einem Supermarkt, Tankstellen, Cafés, Restaurants und Waschsalons. Von hier fährst du direkt auf das Tal zu und links und rechts erheben sich die Felswände. Das ist schon ziemlich beeindruckend.

Wir sind aus Richtung Westen in den Nationalpark gefahren und dann in östlicher Richtung zum nächsten Park gefahren. Wenn du ebenfalls diese Richtung wählst, dann kannst du nach dem Zion Nationalpark entweder zum Grand Canyon oder zum Bryce Canyon (ca. 1,5 Stunden mit dem Auto) weiterfahren.

Anfahrt zum Zion Nationalpark aus dem Osten:

Falls du aus östlicher Richtung kommst, dann erlebst du schon bei der Anfahrt ein Highlight: Aus dieser Richtung kommend führt dich der sogenannte „Scenic Drive“ in den Nationalpark. Der Name hält, was er verspricht. Denn auf dieser Route hast du einen fantastischen Blick von oben auf das Tal.

Hinweis: Aus östlicher Richtung kommst du durch den Mt. Carmel Tunnel. Durch diesen Tunnel dürfen nicht alle Fahrzeuge fahren. Dein Fahrzeug darf nicht höher als 3,4 m, nicht breiter als 2,4 m und nicht länger als 15,2 m sein.

Entspricht dein Fahrzeug nicht diesen Maßen, dann fällt eine „oversize fee“ von 15 USD an. Damit erhältst du eine spezielle Berechtigung, durch den Tunnel zu fahren. Diese ist für 7 Tage gültig. In diesem Zeitraum kannst du zweimal durch den Tunnel fahren. Mehr Infos gibt es dazu auf der offiziellen Seite des Zion Nationalparks.

Wann ist die beste Reisezeit, um den Zion Nationalpark zu besuchen?

Der Park ist das ganze Jahr geöffnet. Die „beste“ Reisezeit für diesen Park ist ehrlich gesagt Geschmackssache. Es kommt einfach darauf an, was du im Zion Nationalpark unternehmen möchtest.

Von April bis Oktober ist das Wetter im Zion Nationalpark in der Regel warm. In diesem Zeitraum kommen allerdings auch sehr viele Touristen.

Wer die Massen umgehen möchte, besucht den Zion Nationalpark besser im Frühling oder im Herbst. Auch für Wanderungen bei angenehmen Temperaturen bietet sich dieser Zeitraum an.

In den Wintermonaten könnten manche Trails und Straßen im Park geschlossen sein.

Wir waren im April im Zion Nationalpark und hatten milde Temperaturen. Allerdings waren auch zu diesem Zeitpunkt schon einige Menschen im Park und auf den Wanderwegen unterwegs.

Was kannst du im Zion Nationalpark unternehmen?

Der Zion Nationalpark ist ein Paradies für Outdoor-Sportler. Bestimmt könnte man sich hier mehrere Wochen aufhalten und hätte immer noch nicht alles gesehen.

Insgesamt haben wir drei Tage im Park verbracht. Diese drei Tage waren voller besonderer Aktivitäten, die wir auf jeden Fall weiterempfehlen!

Tag 1: Informationen und Kartenmaterial am Visitor Center einholen & Wanderung zu den Emeralds Pools (leichte Wanderung mit Steigung).

Es gibt viele Trails im Zion Nationalpark. Für den bekanntesten „Angels Landing“ gibt es inzwischen eine Zugangsbeschränkung. Der Trail ist einfach nicht ohne, wenn sich zu viele Menschen auf dem schmalen Pfad aufhalten.

Um „Angels Landing“ bewandern zu dürfen, brauchst du eine Erlaubnis (Permit). Diese Permit kannst du mit etwas Glück in einer Lotterie gewinnen.

Wir haben uns für den Trail zu den Emerald Pools entschieden. Eine einfache Wanderung mit wenig Steigung. Perfekt, um erst einmal im Nationalpark anzukommen.

Unsere Empfehlung ist es, früh zu starten. Wir konnten erst am Nachmittag loswandern und es waren schon einige Menschen auf dem Trail unterwegs.

Am Abend haben wir noch unsere Canyoneering Tour bei Zion Guru gebucht.

Tag 2: Canyoneering Tour mit Guide – Abseilen in die Canyons & am Abend noch Wanderausrüstung für „The Narrows“ buchen

Am zweiten Tag waren wir in den Canyons etwas außerhalb der Nationalparkgrenzen unterwegs. Mit einem Guide sind wir zunächst nach oben geklettert und haben uns dann stellenweise 30 m in die Tiefe abgeseilt.

Da kann einem schon richtig mulmig werden. Aber wenn man die ersten Meter an der Wand geschafft hat, macht es richtig Spaß!

Cayoneering Zion Nationalpark
Cayoneering Zion Nationalpark
Cayoneering Zion Nationalpark

Tag 3: „The Narrows“ – Wanderung durch den Virgin River

Schon am ersten Tag sind uns die vielen Wanderer in Anglerhosen und mit Wanderstock aufgefallen.

Wir haben uns schlaugemacht und erfahren, dass man im Zion Nationalpark durch einen Fluss wandern kann.

Die Wanderung heißt „The Narrows“. Dafür haben sich die Leute mit Wanderstöcken und wasserdichter Anglerhose ausgestattet.

„The Narrows“ im Zion Nationalpark ist eine ca. 14 KM lange Wanderung durch das Flussbett (hin und zurück). Je nach Jahreszeit unterscheiden sich die Pegelstände und die Wassertemperatur.

Das wollten wir uns nicht entgehen lassen! Und damit stand der Plan für Tag 3 im Zion Nationalpark.

Top Nationalparks im Westen der USA
„The Narrows“ – einmalige Wanderung durch das Flussbett

Falls du die Tour „The Narrows“ planst, dann geh auf jeden Fall zuvor ins Visitor Center, um dich über den Pegelstand des Wassers zu informieren. Hin und wieder kommt es zu Sturzfluten und dann ist der Virgin River ein reißender Fluss!

Rechne auch damit, dass die Wanderung kräftezehrend ist und richtig Konzentration fordert. Stromaufwärts kostet es Kraft, gegen die Strömung zu laufen. Und auf dem Rückweg kann dir die Strömung leicht die Beine wegziehen, wenn du nicht konzentriert bleibst.

Wanderung the Narrows Zion Nationalpark
Teilweise stand uns das Wasser bis zum Bauch

Im April war das Wasser SEHR kalt. Mit der wasserdichten Ausrüstung war die Kälte aber kein Problem. Im Sommer kann man die Wanderung wohl auch ohne die Ausrüstung machen. Einen Stock würden wir aber immer empfehlen. Mit dem Stock hast du Halt und kannst dich vortasten, denn der Grund ist bedeckt von größeren Steinen. Und du siehst den Grund durch die Sedimente im Wasser nicht. Wir haben einige Wanderer ohne Stock gesehen, die der Länge nach ins eiskalte Wasser gefallen sind.

Wir sind sehr früh gestartet und hatten den Fluss so streckenweise für uns. Es war eine sehr anstrengende und ganz spezielle Wanderung, die wir immer wieder machen würden!

Wanderung the Narrows Zion Nationalpark
Kräfte tanken in der Sonne – The Narrows ist eine ganz besondere Wanderung

Bryce Canyon Nationalpark in Utah – Eine einzigartige Landschaft

Top Nationalparks im Westen der USA

Der Bryce Nationalpark liegt ebenfalls im Bundesstaat Utah. Dieser Nationalpark gehört ohne Frage zu unseren top 3 Nationalparks im Westen der USA.

Das Besondere am Bryce Canyon Nationalpark aus unserer Sicht: Die einzigartige Felslandschaft, die wirkt, als wäre sie nicht von dieser Welt.

Anfahrt zum Bryce Canyon Nationalpark

Aus Richtung Zion Nationalpark über den Scenic Driveway 12. Dann fährst du auch noch durch den „Red Rock“ durch. Wir sind leider bei Dunkelheit gefahren und konnten nur grob erahnen, was sich hier im Schwarzen verbirgt.

Wann ist die beste Reisezeit für den Bryce Canyon Nationalpark?

Der Bryce Canyon Nationalpark ist das ganze Jahr geöffnet. In den Sommermonaten kann es SEHR heiß werden. Daher sind die besten Monate für einen Besuch im Bryce Canyon April, Mai, September und Oktober.

Was kann man im Bryce Canyon Nationalpark machen?

Deinen Besuch kannst du am besten im Visitor Center starten. Hier gibt es auch einen sehr interessanten Film (auf Englisch), der über die Entstehungs- und Gründungsgeschichte des Nationalparks informiert.

Bei der netten Rangerin im Visitor Center haben wir uns dann mit Kartenmaterial ausgestattet und noch ein paar sehr wertvolle Tipps für unsere Wanderung am nächsten Tag erhalten.

Erstmal einen Überblick bekommen – Scenic Drive von Visitor Center bis zum Rainbow Point

Wenn du ganz gemächlich starten möchtest, dann fahr den Scenic Drive. Dieser startet am Visitor Center und endet am Rainbow Point. So bekommst du einen ersten guten Überblick über den Park.

Von Sunrise zum Sunset Point schlendern

Auch ein sehr entspannter Start in den Bryce Nationalpark ist der 1 KM lange Spaziergang von Sunrise zum Sunset Point. Hier kannst du von oben auf den Canyon schauen. Der Wahnsinn!

Unser absolutes Highlight: Wanderung durch den Bryce Canyon

Top Nationalparks im Westen der USA Bryce Canyon
Die Wanderung durch den Bryce Canyon Nationalpark war das absolute Highlight

Ein unvergessliches Erlebnis ist die Wanderung DURCH den Canyon.

Aber mach dich darauf gefasst, dass diese Wanderung anstrengend wird. Es geht buchstäblich hoch und runter. Und die Hitze kann einem auch richtig zu schaffen machen. Wir sind am Spätnachmittag gestartet. Uns kamen auf dem Weg viele Wanderer mit roten Köpfen von der Mittagshitze entgegen.

Ausgangspunkt der Wanderung: Sunrise Point

Wir sind am Sunrise Point losgelaufen und den Trail dann im Uhrzeigersinn gelaufen. Das hatte uns die Rangerin im Visitor Center empfohlen, da die Wanderung dann weniger anstrengend sei.

Die kurze Wanderung: Queens Garden Trail + Navajo Loop

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, durch den Bryce Canyon zu wandern. Die kurze Variante ist der Queens Garden Trail und der Navajo Loop. Mehr Infos zur Wanderung gibt es auf der offiziellen Seite des Nationalparks.

Länge: 5 KM

Dauer: 2 – 3 Stunden

Unterwegs kann man sich dann entscheiden, ob man die Wanderung noch um den „Peekabo Loop Trail“ verlängern möchte.

Auf dem Weg trafen wir zwei begeisterte Wanderer, die uns diesen großen Loop sehr empfohlen haben. Was für eine nette Begegnung und gute Empfehlung im Nachhinein!

Die lange Wanderung: Queens Garden Trail + Navajo Loop + Peekabo Loop Trail  

Wir hatten genug zu trinken dabei (es gibt keine Möglichkeit unterwegs Trinkwasser aufzufüllen!) und entschieden uns, auch noch den Peekabo Loop Trail zu laufen.

Die extra Schleife über den „Peekabo Trail“ lohnt sich definitiv! Hier hat uns die Landschaft so richtig umgehauen. Ganze 16 GB Fotos haben wir unterwegs geschossen und beide Kamerakkus waren zum Schluss leer.

Länge: ca. 10 KM

Dauer: mind. 4 Stunden

Grand Canyon Nationalpark in Arizona – Atemberaubend gigantisch

Der Grand Canyon ist gigantisch

Der „Grand Canyon“ ist vermutlich jedem ein Begriff und macht seinem Namen alle Ehre. Der Canyon ist ein gigantischer Riss in der Erdoberfläche, der 446 KM lang, zwischen 6 und 29 KM breit und bis zu 1800 m tief ist.

Wir konnten diese Dimensionen erst so richtig begreifen, als wir bei Sonnenaufgang in den Canyon wanderten.

Anfahrt zum Grand Canyon

Es gibt zwei „Eingänge“, wobei nur der „South Rim“ das ganze Jahr geöffnet ist. Er liegt 80 Meilen nordwestlich von Flagstaff.

Der Zugang am „North Rim“ ist in den Wintermonaten (vom 01. Dezember bis zum 15. Mai) nicht geöffnet. Lies am besten auf der offiziellen Seite des Grand Canyon Nationalparks nach, wann der Zugang geöffnet ist.

Wann ist die beste Reisezeit für den Grand Canyon?

Der Grand Canyon Nationalpark kann das ganze Jahr besucht werden. Im Winter könnten ein paar Straßen gesperrt sein.

Als wir im April dort waren, hatten die Nächte Minusgrade und manche Straßen waren immer noch verreist!

Die beste Besuchszeit ist wohl im frühen und späten Sommer, wenn es mild warm ist.

Im Hochsommer wird es hier sehr heiß (unbedingt vorher auf der offiziellen Webseite informieren, ggf. können Trails geschlossen sein). Der Trail in den Canyon ist steil und der Rückweg entsprechend anstrengend.

Unser Highlight im Grand Canyon – Die Wanderung zum „OO AAH Point“

Kurz nach Sonnenaufgang brechen wir auf. Eingepackt in dicken Wintersachen. Es sind Minusgrade an diesem Morgen. Auf dem schmalen Wanderweg liegt stellenweise noch Eis.

Während wir den Trail laufen, haben wir einen weiten Blick über den Canyon.

Bilder können gar nicht so gut wiedergeben, wie imposant diese Landschaft wirkt.

Der Weg schlängelt sich an der Felswand entlang und auf der anderen Seite geht es steil nach unten. Später lesen wir, dass es hier 180 m in die Tiefe geht. Der Trail an sich ist nicht lang und stellenweise breit genug, dass zwei Leute nebeneinander laufen können. Trittsicher sollte man allerdings schon sein.

Am „OO-AAH-Point“ angekommen hast du eine unbeschreibliche Aussicht. Der Name ist sicher ganz bewusst so gewählt.

Wir können es nur jedem ans Herz legen, einmal hierhin zu reisen und den Ausblick und die Ausstrahlung dieses gigantischen Canyons auf sich wirken zu lassen.

Die Wanderung zum „OO-AAH-Point“ im Überblick

  • Länge: ca. 3 KM (Hin-und Zurück)
  • Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden
  • Ausgangspunkt: South Kaibab Trail Head

Unsere top 3 Nationalparks – das waren für uns die schönsten Nationalparks im Westen der USA

Der Zion, Bryce und Grand Canyon sind unsere bisherigen top 3 Nationalparks im Westen der USA.

Unsere Bucket-List hat sich damit auch um einen Punkt erweitert: Wir würden gerne einmal alle Nationalparks der USA besuchen.

Warst du schon mal in einem dieser Nationalparks? Und welcher Nationalpark ist dein großer Favorit?

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2 Comments

  • Beate

    Atemberaubende Bilder und Eindrücke!
    Wie schön, daß Ihr das erleben konntet!
    Und diese canyons sind immer noch mein Traumreiseziel in den USA –
    vielleicht nicht ganz so sportlich wie Ihr 🙂

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